Der 19. Spieltag war ganz nach dem Geschmack von Tabellenführer BBC Bayreuth. Während die Wagnerstädter mit einem Erfolg im Gipfeltreffen bei den Cuxhaven BasCats ihren Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz auf nunmehr drei Siege ausbauen konnten, vergrößerte sich zudem deren Abstand auf den ersten Nichtaufstiegsplatz auf mittlerweile sechs Siege.
Eine Revanche für die Hinspiel-Niederlage sollte es werden, am Ende wurde es jedoch eine deftige Schlappe für die BG Karlsruhe, die gegen die Kirchheim Knights vor eigenem Anhang mit 98:77 (45:36) böse unter die Räder kam. Cedric Brooks (23/2), der zudem 12 Rebounds sammelte und somit auf ein Double-Doubkle kam, und Gordon Scott (20/4) führten die Korbschützenliste bei den Gästen an, bei Karlsruhe traf einmal mehr Rouven Roessler (21) am häufigsten.
Kenny Barker führte den FC Bayern München als Topscorer mit 30 Punkten (5 Dreier) zu einem 85:62 (44:37)-Erfolg beim USC Heidelberg (Adeberg 14) und damit zu einer erfolgreichen Revanche für die Hinspiel-Niederlage. Heidelbergs Ligatopscorer Jibril Hodges war gänzlich abgemeldet und kam lediglich auf magere drei Punkte. Bei den Bayern holten sich Sebastian Greene (15 Punkte, 10 Rebounds) und Robert Maras (18 Punkte, 10 Rebounds) je ein Double-Double.
Beim TV Langen (Hird 17) drohen langsam die Lichter auszugehen. Nach der 85:72 (46:37)-Heimniederlage gegen die GiroLive-Ballers Osnabrück (Simin 23/7) beträgt der Abstand zum „rettenden Ufer“ für die Hessen bereits drei Siege. Auch in Nördlingen wird in den kommenden Partien das „Abstiegsgespenst“ zum Stammgast werden. Denn die Schwaben mussten sich im Duell der ehemaligen Erstligisten bei Science City Jena mit 70:60 (35:22) geschlagen geben. Daran konnte auch die Korbausbeute von Topscorer Giordan Watson (27/1) nichts ändern. Bester Werfer bei den Thüringern war Nachwuchsspielmacher Simon Schmitz (18/4).
Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammelten die ETB Wohnbau Baskets Essen (Howell 22/3) beim klaren 84:65 (42:27)-Erfolg gegen die Chemnitz Niners (Harbut 16/3). „So sehr wir uns auch über den klaren Erfolg über Chemnitz freuen dürfen, erreicht wir haben noch nichts. Wir stecken nach wie vor mitten im Abstiegskampf!“, dämpfte Baskets-Coach Igor Krizanovic aufkommende Euphorie. Wenig Verständnis zeigte ETB-Geschäftsführer Dr. Jan Teigelack für Gästecoach Anton Mirolybov, der der Pressekonferenz ferngeblieben war: „Das zeugt von wenig Fairplay. Uns ist es auch nicht gerade leicht gefallen, in vielen Heimspielen in dieser Saison dem Gästetrainer gratulieren zu müssen, aber es gehört zum Profisport einfach dazu, sich auch nach Niederlagen zu stellen.“
Der Heimnimbus der Crailsheim Merlins (McAndrew 21) ist dahin und das ausgerechnet gegen den langjährigen Rivalen Saar-Pfalz Braves. Denn die Braves (Damjanovic 16/4) konnten die Bastion Sportarena als erstes Team im bisherigen Saisonverlauf mit einem 85:79 (40:43)-Erfolg erstürmen. Stark bei den Saarpfälzern war einmal mehr US-Center Marcus Smallwood mit 14 Punkten und 15 Rebounds.
Mit gleich zwei Neuzugängen überraschten die UBC Tigers Hannover (Holloway 25) beim Aufsteiger-Duell in Freiburg (Hunter 20). Nach den Verletzungen der beiden US-Boys Anthony Slack und Jacques Jones sowie dem Abgang von Björn Schoo „zauberten“ die Tigers Aufbauspieler Donald Hennie und Power Forward Emanuel Willis „aus dem Hut“. Der 26-jährige, 203 cm große Willis (Ramber Cimbria/DEN) war auch gleich in die Startformation gerückt und steuerte zum 84:75 (34:33)-Auswärtserfolg der Niedersachsen 13 Zähler bei. Sein US-Landsmann Hennie blieb indes noch ohne Korberfolg. „In meiner gesamten Trainerkarriere habe ich noch nie einen Spieler eingesetzt, den ich nicht vorher im Training gesehen hatte, schon gar nicht in der Startformation. Es hat aber geklappt, denn das Team hat die beiden wirklich gut aufgenommen und alle haben zusammen für den Sieg gekämpft“, lobt Hannovers Trainer Mahmut Ataman Debütant Willis.
Spieler des Tages: Cedric Brooks (Kirchheim Knights)
Cedric Brooks sorgte für das individuelle Highlight des zurückliegenden 19. Spieltags. Beim 98:77-Kantersieg im Nachbarschaftsderby bei der BG Karlsruhe avancierte der 31-jährige, 186 cm große Spielmacher mit 23 Punkten, 12 Rebounds, sieben Assists und zwei Ballgewinne (Effizienzwert 34) zum Matchwinner. Die Verpflichtung des sprunggewaltigen Wirbelwindes hat sich für die Kirchheim Knights längst gelohnt: Brooks, der erst am 12. Spieltag zu den Schwaben stieß, garantiert im Schnitt für 14,8 Punkte, 6,4 Rebounds und 4 Assists und ist mit einem durchschnittlichen Wert von 18,6 der effizienteste Spieler im Team.
(Junge Liga / FK)
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erstellt am 07.02.2010