Es war das erwartete enge Spiel wenn die beiden Mannschaften aufeinander treffen. Am gestrigen Sonntag unterlagen die Herzöge bei Eintracht Stahnsdorf mit 78-68 (38-35). Dabei war es fast das ganze Spiel über ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Hatten das Team von Benjamin Travnizek mit 8-0 den besseren Start, stand es nach dem ersten Viertel 20-14 für die Gastgeber. Aber mit Kampf und der Unterstützung der knapp 40 mitgereisten Fans aus Wolfenbüttel galang den Herzögen wieder der Anschluß.
Gewohnt stark, hatte Frank Theis aber leider zu wenig Unterstützung.
Trotz der miserabelen Dreierquote von 15,4% blieben die Herzöge durch Martin Kemp und vor allem Solomon Sheard, in seinem letzten Saisonspiel, im Rennen und gingen Mitte des letzten Spielabschnittes mit 4 Punkten in Führung.
Alles lief für die Lessingstädter, doch beim Stand von 61-61 gab es urplötzlich einen Bruch im Spiel. Auf einmal wurde nicht mehr aggressiv den Bällen nachgegangen. Auch in der Defense zeigten sich immer wieder Löcher, die die Gastgeber zu einfachen Korblegern nutzten. Als dann Lamar Morinia mit einem technischen Foul bedacht wurde, war der Faden endgültig gerissen. Stahnsdorf zog auf 12 Punkte davon und die Herzöge konnten nicht mehr kontern. Trainer Benjamin Travnizek war nach dem Spiel sauer: "Wir haben in der Schlußphase zu überheblich agiert und keine konsequenten Aktionen mehr gesucht. Auch das Reboundverhältnis von 52-37 für Stansdorf spiegelt dies wieder." Außerdem gab es wieder einen Rückfall in der Freiwurfquote. Nur 42,9% der Würfe fanden ihr Ziel.
Bester Mann der Wolfenbütteler war ausgerechnet Solomon Sheard, der in seinem Abschiedsspiel mit 17 Punkten und 8 Rebound sowie 4 Assists und einem Block einen Effizienzwert von 24 erreichte. Bester Werfer auf Seiten der Gastgeber war Jackson Capel mit 26 Zählern.
Herzöge: Nawrocki; Kemp 13/4 Ass.; Ahrens; Seebode; Mölle 4; Morinia 10; Theis 17/9 Reb.; Knopke 5/8 Reb.; Pink 2; Beier; Sheard 17/8 Reb.
(Quelle: Herzöge Wolfenbüttel)
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erstellt am 08.02.2010