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ProB: Viele späte Entscheidungen

Auch wenn sieben Partien des 23. Spieltags im Schatten des Spitzenspiels zwischen den Hertener Löwen und den Würzburg Baskets unterzugehen drohten, so sollten gerade diese Begegnungen für Lichtblicke sorgen. Denn es verlief mitunter oftmals spannend, und die Mannschaften ließen sich mit den Entscheidungen sehr viel Zeit. Erst durch diverse Kraftakte in den finalen zehn Minuten konnten zwei Meisterschaftszähler eingefahren werden.


So und nicht anders lief es bei der Partie zwischen dem Nürnberger BC und dem RSV Stahnsdorf ab. Über drei Viertel begegneten sich Franken und Brandenburger auf Augenhöhe, ehe die Truppe von Coach Derrick Taylor im letzten Abschnitt einen 35:24-Spurt hinlegte. Selbst ein Sahnetag von Eintracht-Topscorer Jackson Capel (40 Punkte) reichte nicht aus, um die Franken (Chavis 29 Punkte / Doreth elf Assists) am 95:86-Sieg zu hindern. „Wir haben auch im Rebound nicht richtig dagegen gehalten, das Ausblocken hat oft nicht funktioniert“, bemängelte Gästetrainer Vladimir Pastushenko anschließend. Der NBC griff sich 51 Abpraller, die Eintracht kam auf derer 36. Trotz des Erfolgs nur mäßig gelaunt zeigte sich Coach Taylor: „Wir müssen weiter an der Konstanz arbeiten, aber ich bin zufrieden, dass wir am Ende doch sehr souverän gewonnen haben. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und unser Spiel durchgezogen.“

Einen guten Lauf haben derzeit die Bayer Giants Leverkusen, die mit einem 90:84-Sieg über die Deutsche Bank Skyliners den nunmehr dritten Erfolg in Serie einfahren konnten. Trotz starken Leistungen von Fabian Franke (22 Punkte) und Filmore Beck (21) mussten sich die Mainhattan Giganten im Rheinland geschlagen geben. Die Farbenstädter profitierten erneut von einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung, wobei sich individuell Hunter Henry mit einem Double-Double (23 Punkte, zwölf Rebounds) Bestnoten verdiente. „Das Spiel haben wir ohne Zweifel im dritten Viertel abgegeben“, gab Skyliners-Trainer Harald Stein zu Protokoll. „Wir sind nach der Pause offensiv nicht in den Rhythmus gekommen, den wir uns gewünscht hätten.“

Auf den letzten Metern abgefangen hat der TSV Tröster Breitengüßbach die Licher BasketBären. Mit 26:17 entschieden die jungen Franken den letzten Spielabschnitt für sich und schossen so letztlich mit 77:73 an den Mittelhessen vorbei. Für Güßbach sprang vornehmlich Erik Land (18 Punkte, sieben Rebounds) in die Bresche, wobei er von dem immer öfter hervorragend von der Bank aus agierenden Daniel Schmidt (15) unterstützt wurde.

Begünstigt durch die Niederlage Lichs hätte der SC Rasta Vechta mit einem Sieg alle theoretischen Zweifel am ProB-Verbeib wegwischen können. Doch der Liganeuling schwächelte gegen Erdgas Ehingen auf den letzten Metern und musste sich knapp 81:88 geschlagen geben. Angeführt von Joe Buck (20 Punkte, 13 Rebounds) machten sich die Rastafari auf, den jungen Schelklingern den Schneid abzukaufen. Die jedoch zündeten auf der Zielgeraden den Turbo und fegten im letzten Viertel mit 31:18 an den Niedersachsen vorbei. Neben einem bestens aufgelegten Ruben Spoden (26 Punkte) war die allgemeine Aggressivität beim Zug zum Korb der größte Unterschied zwischen den Mannschaften: Ehingen erarbeitete sich 38 Freiwürfe (26 Treffer, 68,4 Prozent), Vechta hingegen durfte nur 12-mal von der Wohltätigkeitslinie abdrücken (zehn Treffer, 83,3 Prozent)

Schon im dritten Viertel entschieden die Panthers aus Weißenhorn die Partie gegen de Herzöge Wolfenbüttel frühzeitig zu ihren Gunsten. Eine Dreierserie von Topscorer Cody Töpper (27) sorgte für einen offensiven Ausbruch der Gastgeber nach dem Seitenwechsel, dem die personell angeschlagenen Gäste aus der Lessingstadt nichts mehr entgegen zu setzen hatten, da neben dem Trio um Frank Theis (19 Punkte, zehn Rebounds) Henje Knopke (20 Punkte, fünf Rebounds, vier Assists, fünf Steals) und Evan Harris (16 Punkte, 16 Rebounds) nur wenig kam.

Kurz notiert: Start-Ziel-Siege für Wedel und Rhöndorf

Entgegen dem allgemeinen Trend des 23. Spieltages sorgte der SC Rist Wedel daheim gegen die Spot Up Medien Baskets früh für klare Verhältnisse. Ein 27:10-Blitzstart ins erste Viertel und eine ausgeglichene Vorstellung von Innenspielern (Huber-Saffer: zehn Punkte, 14 Rebounds) sowie Guards (Turnbull: 35) reichten den Nordlichtern für ein 83:72 über die Youngster aus der Okerstadt.

Auch Tabellenführer Rhöndorf ließ sich nicht lange bitten und hatte sich bereits zur Halbzeit in Speyer mit 48:30 einen ansehnlichen Puffer erspielt. „Rückkehrer“ Nick Larsen zeigte an alter Wirkungsstätte mit fünf Punkten und sieben verteilten Korbvorlagen eine mehr als solide Leistung, während Jung-Drache Fabian Thülig seine Allrounder-Fähigkeiten (16 Punkte, sechs Rebounds, vier Assists, drei Steals) aufblitzen ließ. Beim ungefährdeten 76:59-Auswärtserfolg kam den Rheinländern zudem ihre Reboundüberlegenheit (50:39) zugute.

Spieler des Tages: Hunter Henry (Bayer Giants Leverkusen)

Es war der dritte Sieg in Serie für die Bayer Giants Leverkusen. Aber das 90:84 gegen die Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt war knapp, denn die Gäste aus Hessen machten im letzten Viertel mächtig Druck. Doch die Farbenstädter hatten mit Hunter Henry einen Mann in ihren Reihen, der an diesem Tag einfach zu omnipräsent, zu stark war, um noch etwas anbrennen zu lasen. Der schlanke Forward legte mit 23 Punkten und zwölf Rebounds (davon sechs am offensiven Brett) nicht nur sein sechstes Double-Double der ProB-Saison 2009/2010 auf, sondern er tat es in besonderer Manier. Henry benötigte für seine Ausbeute lediglich knapp 30 Minuten Spielzeit, verteilte nebenher auch noch vier Assists und kam auf drei Ballgewinne. Der Amerikaner traf elf seiner zwölf Würfe aus dem Feld und kam damit auf einen Effektivitätswert von satten 42.
Diese Leistung macht Hunter Henry für die „Junge Liga“ zum Spieler des Tages – Herzlichen Glückwunsch!

(Junge Liga / JB)
 
http://www.zweitebasketballbundesliga.de
erstellt am 08.03.2010




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