Die Hertener Löwen verlieren denkbar knapp das Spitzenspiel des 23. Spieltages der ProB. In Würzburg unterliegt die Mannschaft von Trainer Boris Kaminski nach einer von Hochspannung geprägten Schlussphase mit 67:65. Schon der Spielstand von 45:45 zu Beginn des letzten Viertel versprach jede Menge Nervenkitzel. Und in dem besagten letzten Viertel war es Löwen-Point Guard Ahmad Smith, der sein Team mit einem Freiwurf in Führung brachte, ehe die Würzburger in Person von Christoph Hakenesch und Chris Heinrich die Führung zurück erobern konnten.
Initiierte am Ende per Dreier eine furiuse Aufholjagd: Nic Schulwitz
Ein erfolgreicher "Dreier" von Vincent Kittmann brachte die Korbjäger aus dem Ruhrgebiet dann wieder gefährlich ran (52:51). Wenig später war es wieder Ahmad Smith, der die Raubkatzen sogar in Führung schoss. Das Spiel blieb auf des Messers Schneide. Es wurde um jeden Ball gekämpft. Wenig später nahmen die Hausherren vor rund 3.020 Zuschauern in der s.oliver-Arena das Zepter in die Hand und konnten erstmalig an diesem Abend die Führung übernehmen. Doch auch die Löwen legten alles in die Waagschale. 25 Sekunden vor dem Ende betrug die Führung der Baskets sechs Punkte (65:59), doch von einer Vorentscheidung konnte noch längst nicht die Rede sein. Zwei erfolgreiche Distanzwürfe von Nic Schulwitz und Ahmad Smith brachte die Hertener wieder auf 67:65 ran. In den letzten neun Sekunden versuchten Smith und Co. alles, um das Blatt noch zu wenden. Am Ende mussten sich die Löwen aber denkbar knapp den ambitionierten Würzburgern geschlagen geben.
"Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wir haben grade in der ersten Halbzeit das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", fand Kaminski nach der Niederlage lobende Worte für seine Mannschaft. Die Löwen erwischten einen guten Start in die Partie, so dass das erste Viertel mit 7:13 an die Löwen ging. "Da hat zumindest in der Verteidigung alles gepasst", sagte Kaminski nach der Partie im fränkischen Würzburg. Im zweiten Viertel machten die Löwen tapfer weiter. Zur Halbzeit führten die Korbjäger aus dem Ruhrgebiet mit 22:30.
Nach der Pause wurden die Baskets stärker. "Die Würzburger sind in der Spitze und Breite hervorragend aufgestellt. Wenn man einen aus dem Spiel nimmt, steht sofort der nächste parat", erläutert Kaminski die Schwere der Aufgabe. "Wir haben uns tapfer geschlagen, und hätten den Sieg sicherlich genauso verdient gehabt wie die Baskets", sagt der Trainer weiter. "Wir werden die Partie analysieren und ab dem nächsten Wochenende wieder voll angreifen", schaut der Coach schon wieder in Zukunft.
Bereits am kommenden Samstag wollen die Löwen den zweiten Platz zurück erobern. Im nächsten Heimspiel, 13. März, treffen die Löwen auf den SC Rasta Vechta. Tickets für die Partie gibts im KundenCenter der Vestischen, Kaiserstraße 73, in Herten-Mitte oder am Spieltag an der Abendkasse.
Löwen: Smith (16/3 Dreier, 6 Reb., 6 Ass.), Kittmann (14/1, 7/7 FW), Abercrombie (14/2), Berger (9/2), Schulwitz (7/2, 6 Reb.), Spalke (5/1), Schaffrath, Nolte (n.e.), Schmüdderich (n.e.), Wolff (n.e.)
Würzburg: Watkins (15/2), Hakenesch (11, 9 Reb.), Heinrich (10), Rogers (9/1), Schneider (6), Cioffi (5/1), McDuffie (4), Buss (4), Radulovic (3/1), Schmidt, Henneberger (n.e.)
(Quelle: Hertener Löwen)
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erstellt am 07.03.2010